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Case Study

Moser GmbH

Im Spänesilo schlummert Energiepotenzial für Wärme und Prozesskälte

Die Moser GmbH aus Haslach hat sich als Spezialist für Komponenten aus Mineralwerkstoff einen Namen gemacht.

Vor ziemlich genau drei Jahrzehnten hat Thomas Moser die elterliche Schreinerei im baden-württembergischen Haslach übernommen. Jahresumsatz damals: 600000 DM. Was er seitdem daraus gemacht hat, kann sich sehen lassen: ein Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern, dass im Fensterbau, dem Laden- und Innenausbau sowie der Mineralwerkstoffverarbeitung gleichermaßen zu Hause ist.

Der Fensterbaubereich vertreibt mit eigenen Außendienstmitarbeitern Holz- und Holzalufenster. Zusätzlich hat man sich auf Pfosten-Riegel-Konstruktionen für den Glasfassadenbereich spezialisiert. Auch Haustüren, ob aus Eigenfertigung oder als Handelsware, zählen zum Produktspektrum. Durch die Zusammenarbeit mit Planern und Objekteinrichtern ist Moser auch im Innenausbau gut aufgestellt, insbesondere im Ladenbau und bei Praxiseinrichtungen.

Tischler und Schreiner schätzen vor allem die Kompetenz des Unternehmens im Bereich Corian/Mineralwerkstoff. 25 Mitarbeiter beschäftigt Moser in dieser Abteilung. Mit diesem Team kann er auf alle Anforderungen des Marktes flexibel reagieren. Er fertigt hauptsächlich Zulieferteile für Schreinereien, Küchenstudios und den Sanitärfachhandel. Bereits seit 1986 beschäftigt er sich mit dem Thema Mineralwerkstoff und kennt daher alle Stärken und Schwächens des Material aus eigener Erfahrung. Seit 2004 ist Moser auch in China vertreten. Mit einem chinesischen Fensterbauunternehmen wurde ein Joint-Venture gegründet, dass Holz- und Holzalufenster für den dortigen Markt produziert.

  • Feuerungstechnik

    Unterschubfeuerung USF-W 1000 | 900-1100 kW

  • Filtertechnik

    Schlauchgewebefilter RGF

  • Pufferspeicher

    PUFFERSPEICHER

  • Heizkreise

    Heizkreisregelung

  • Brennstoff

    Späne

  • In Betrieb

    seit 2020

Die Herausforderung:flexible Holzfeuerung für Prozesswärme und Heizwärme

Die klassischen Bereiche Fensterbau und Innenausbau füllen das Moser-Spänesilo mit deutlich mehr Brennstoff als man für die Wärmeerzeugung in der Holzfeuerungsanlage nutzen könnte. Darüber hinaus hat sich der Betrieb einen Namen mit der Verarbeitung von Mineralwerkstoffen zu hochwertigen Form- und Verbundteilen wie Waschtischen, Küchenarbeitsplatten und Empfangstheken gemacht. Für die Herstellung von 3D-Formteilen müssen die Platten energieintensiv auf mehr als 150 Grad °C erhitzt werden. Weitere Problempunkte, die man mit dem neuen TGA-Konzept lösen wollte: im Sommer sollten die Werkstatträume gekühlt werden, um die Zeitfenster für das Lackieren der Fenster mit Wasserlack sowie das Verkleben der Mineralwerkstoffe zu vergrößern. Auch Serverraum, Büros und Kantine sollten angenehm temperiert sein. Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Anlagenauslegung war ein möglichst schall- und emissionsfreier Betrieb.

„Der Schornsteinfeger lobt die Abgaswerte und die Wirkungsgrade.“*

Thomas Moser, Geschäftsführer bei Moser GmbH

Die Lösung:Holzfeuerungsanlage für Wärme und Absorptionskälteanlage für Kälte

Eine neue Holzfeuerungsanlage von Endress mit 870 kW Feuerungsleistung ersetzte die alte Anlage mit 550 kW. Um einen gleichmäßigen Anlagenbetrieb zu ermöglichen, wird die Wärme in einem 24 m³ großen Pufferspeicher vorgehalten und bedarfsabhängig an die Wärmeverbraucher sowie die Absorptionskälteanlage abzugeben. Diese wiederum versorgt über einen Kühlwasserkreislauf die Verbraucher in der Fertigung und das Rohrsystem zur Kühlung der Räume. Ein hocheffizienter Schlauchgewebefilter von ENDRESS sorgt für die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte von 0,02 g/m³ gemäß 1. BImschV. Der neue Kamin erhielt einen Abgasschalldämpfer. 

Die neue ENDRESS Holzfeuerungsanlage ist leistungsfähig genug, um den gesamten Bedarf an Wärmeenergie, Prozesswärme, Prozesskälte und Raumklimatisierung der Schreinerei Moser zu decken. Darüber hinaus arbeitet die Anlagentechnik extrem wartungsfreundlich und verschleißarm. Ein Wartungsvertrag stellt zusätzlich die permanente Betriebssicherheit sicher. Über den Onlinedienst I-SPY kann das Moser-Team auf die Anlagensteuerung zugreifen und im Störungsfall sofort reagieren.

*Verwendete externe Quelle: Bericht in dds ONLINE (https://www.dds-online.de/menschen/vor-ort-beim-kollegen/kaelte-aus-dem-heizkessel/)

Zu den Produkten

USF-W | 200-1100 kW

Die moderne ENDRESS Holzfeuerungsanlage USF-W ist für eine Leistung von 250 bis 1000 kW ausgelegt…

Filtertechnik

Die Emissionen Ihrer Holzfeuerung bleiben unter allen Umständen unter dem aktuellen, von der 1.…

Fördertechnik

Wir bieten zuverlässige, langlebige Fördertechnik für automatischen Austrag und Transport sowie die…

Heizkreisregelung

Unsere maßgeschneiderte Regelungstechnik sorgt dafür, dass Heizung und Warmwasserversorgung stets…

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ENDRESS passt Ihre neue Feuerungsanlage individuell an Ihren Jahreswärmebedarf, Art und Menge des anfallenden Restholzes sowie die Platzverhältnisse auf Ihrem Gelände an. Jedes Angebot wird mit einem konkreten Einbauvorschlag kombiniert.

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