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Case Study

FACKELMANN GmbH + Co.KG

Manchmal ist weniger mehr

Fackelmann ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Haushaltsname. Vom Zahnstocher über Backformen, Messer und Töpfe bis hin zu Bademöbeln reicht das Sortiment des 1919 gegründeten Spezialisten für Küchenhelfer und Haushaltsartikel. Bereits 1963 begann man am Stammsitz im fränkischen Hersbruck mit der Möbelproduktion. Seit seinen Anfängen ist das Unternehmen sowohl beim Umsatz und der Zahl der Mitarbeitenden als auch in der Fläche enorm gewachsen. Verwaltungsgebäude, Produktionshallen und Logistikbereiche reihen sich in Hersbruck auf rund 50.000 m2 dicht an dicht. Das Heizsystem mit mehreren parallel arbeitenden Heizungen wuchs in all der Zeit eher ungeplant mit. 1978 hatte Fackelmann bereits in die erste Biomasseheizung investiert, in der das Restholz aus der Möbelproduktion energetisch verwertet wurde. Die rund um die Jahrtausendwende installierte Folgeanlage wurde im Jahr 2019 durch eine Unterschubfeuerung von ENDRESS ersetzt. Dank intelligenter, moderner Technik und exzellenter Planung in Zusammenarbeit mit dem Hersbrucker Anlagenbauer Grötsch Energietechnik versorgt sie nun Produktion, Lagerhallen und Verwaltung über ein Nahwärmenetz mit Energie. Der Ankauf von Öl oder Erdgas gehört bei der in allen Belangen nachhaltig agierenden Fackelmann-Gruppe der Vergangenheit an.

  • Feuerungstechnik

    Unterschubfeuerung USF-W 1000 | 900-1100 kW

  • Filtertechnik

    Schlauchgewebefilter RGF

  • Entaschung

    Zentralentaschung

  • Pufferspeicher

    PUFFERSPEICHER

  • Brennstoff

    Späne

  • In Betrieb

    seit 2016

Die Herausforderung:kompakte Holzfeuerung für beengte Platzverhältnisse

Eine Ist-Analyse des bestehenden Heizsystems brachte im Rahmen einer von Fackelmann beauftragten Bachelorarbeit Erstaunliches zu Tage: der Kessel der alten Holzfeuerung war mit 2,5 MW Nennleistung völlig überdimensioniert. Auch den Umstand, dass die zwei Etagen im Heizhaus belegte, wollte man mit einer kompakteren Heizanlage verändern. Der Wunsch war, sie auf einer Ebene unterzubringen, um die Wege für das Wartungspersonal zu verkürzen. Nicht zuletzt fällt eine Holzfeuerung in dieser Größenordnung unter den Geltungsbereich der Vierten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen - 4. BImSchV) und muss einen aufwändigen immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsprozess durch die Behörden durchlaufen. 

Ein letztes, entscheidendes Kriterium bei der Auswahl der passenden Feuerungstechnik war der Brennstoff. In der Möbelproduktion fällt normalerweise ein hoher Anteil an Staub und Spänen an. Stückholz und aussortierte Massivholz-Paletten sind nur ein geringer Teil des Brennstoffs sind. Hier kam ENDRESS mit vielen guten Argumenten gegen eine Rostfeuerung und für eine moderne Unterschubfeuerung, bei der der Brennstoff von unten in die Brennkammer befördert wird, ins Spiel. „Bei einer Unterschubfeuerung brennt der Brennstoff von oben ab und es entstehen kaum Verwirbelungen, die den Staubanteil im Abgas erhöhen“. erklärt Geschäftsführer Klaus Endress und fährt fort: „Dank der fortschrittlichen Steuerung des Verbrennungsprozesses kann sich auch keine Schlacke im Übermaß an der Kesselinnenwand ablagern.“

„Innerhalb einer sehr kurzen Bauzeit konnten wir gemeinsam mit unseren Partnern den Einbau vornehmen und so einen weiteren Schritt in Richtung eines umweltfreundlichen Betriebs machen.“

Horst Bär, Geschäftsführer Produktion bei Fackelmann

Die Lösung:Unterschubfeuerung plus Pufferspeicher

Trotz „nur“ 990 kW Nennleistung im Vergleich mit der alten Anlage besitzt die neue Unterschubfeuerung USF-W 1000 von ENDRESS einen hervorragenden Wirkungsgrad, ist kompakter und hat darüber hinaus wesentlich reduzierte Abgasemissionen von Staub, CO und NOx. Die Anlage fällt also nicht mehr in den Geltungsbereich der 4. BImSchV. Der Pufferspeicher wurde maximal dimensioniert, um die Lastspitzen bei erhöhtem Wärmebedarf auszugleichen.

Um die Anlage ebenerdig im Heizhaus installieren zu können, wurde der Kessel mit geringerer Höhe als üblich konstruiert. Unmittelbar daneben fand über zwei Etagen der 23,5 m3 große Pufferspeicher Platz. Dank des eigenentwickelten ENDRESS Feinstaubfilers RGF 1000 bleiben die Emissionen in jedem Fall unter dem Grenzwert von 0,02 g/m³ (gemäß 1. BImschV).

ENDRESS Anlagen sind extrem wartungsarm, robust und verschleißarm. Nicht ohne Grund geben wir 10 Jahre Garantie auf unsere Heizkessel. Um die Betriebssicherheit in jedem Fall sicherzustellen, wurde mit Fackelmann ein Wartungsvertrag abgeschlossen. Der Onlinedienst I-SPY ermöglicht den Mitarbeitenden den Zugriff auf die Anlagensteuerung und sie können bei Störungen sofort reagieren.

Zu den Produkten

USF-W | 200-1100 kW

Die moderne ENDRESS Holzfeuerungsanlage USF-W ist für eine Leistung von 250 bis 1000 kW ausgelegt…

Filtertechnik

Die Emissionen Ihrer Holzfeuerung bleiben unter allen Umständen unter dem aktuellen, von der 1.…

Fördertechnik

Wir bieten zuverlässige, langlebige Fördertechnik für automatischen Austrag und Transport sowie die…

Heizkreisregelung

Unsere maßgeschneiderte Regelungstechnik sorgt dafür, dass Heizung und Warmwasserversorgung stets…

Sie haben Fragen oder wünschen eine individuelle Beratung von unseren Profis?

ENDRESS passt Ihre neue Feuerungsanlage individuell an Ihren Jahreswärmebedarf, Art und Menge des anfallenden Restholzes sowie die Platzverhältnisse auf Ihrem Gelände an. Jedes Angebot wird mit einem konkreten Einbauvorschlag kombiniert.

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